Gicht- bin ich gefährdet?

 

Die Frage, ob spezifische Personen mehr als andere gefährdet sind an Gicht zu erkranken, hängt ausschließlich mit den Ursachen der Entstehung von Gicht zusammen.

 

Etwa 80% aller Gichtpatienten sind betroffen, weil sie sich falsch ernähren. Bei den verbleibenden 20% liegen eine andere Krankheit oder andere Ursachen vor, die Gicht als Erkrankung zur Folge haben können. Hierzu gehören insbesondere Diabetes Mellitus, Blutarmut, Nierenerkrankungen, Bluthochdruck, Medikamente wie Zytostatika und Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) und Fastenkuren, sowie Übergewicht. Jede Person, bei der auch nur einer der genannten Risikofaktoren zutrifft, ist gut beraten, jährlich einmal die Harnsäurewerte im Blut untersuchen zu lassen und ganz konkret dem Rat des Arztes zu folgen.

 

Das Problem für anscheinend völlig gesunde Personen ist Gicht jedoch als sogenannte Wohlstandskrankheit. Jede Zelle von Tieren (mehr) und Pflanzen (weniger) enthält sogenannte Purine, die - wenn sie gegessen werden - im Stoffwechsel durch einen natürlichen Abbauprozess zu Harnsäure verarbeitet werden und als solche das Blut anreichern. Ist zuviel Harnsäure im Blut, bilden sich bei entsprechender Veranlagung Kristalle, die sich in Gelenken und im Gewebe ablagern und so den sofort sehr schmerzhaften Teufelskreis Gicht starten. Alkohol verstärkt das Problem, insbesondere auf Bier sollten gefährdete Personen völlig verzichten.

 

Nicht nur, aber besonders gefährdet sind Personen, die auch nur eine der folgenden Fragen mit ja beantworten:

 

Haben Sie deutliches Übergewicht?

Hatten Sie einen akuten Gichtanfall?

Essen Sie gerne üppig mit einem hohen Anteil an Fleisch?

Gibt es in Ihrer direkten Verwandtschaft Personen mit Gicht?

Werden Sie mit einem der genannten Medikamente behandelt?

Leiden Sie an einer der genannten Krankheiten, welche die Entstehung von Gicht zu Folge haben können?