Gicht - schwere Folgen sind heute vermeidbar

 

Dank moderner Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten gelingt es heute, Gicht früh zu erkennen und gut unter Kontrolle zu bringen. Trotzdem gleiten aber auch heute Patienten vom ersten deutlich spürbaren Warnzeichen - dem äußerst schmerzhaften akuten Gichtanfall - bis hin zu fortgeschrittener chronischer Gicht, mit all ihren Folgeschäden.

 

Schäden wie Gelenkdeformierungen, Gichtknoten und Knochenzerstörungen entstehen vor allem dadurch, dass Gichtpatienten die Krankheit unterschätzen und deshalb einer Behandlung nicht konsequent folgen oder sich dieser ganz entziehen. Je länger Gicht unbehandelt bleibt, desto mehr Harnsäure lagert sich ab.

 

Betroffen sind vor allem gelenknahe Knochen, Schleimbeutel, Sehnenscheiden, untere Hautareale und verschiedene Organe. Es bilden sich zunächst sogenannte Tophi, eine sehr typische Lokalisation ist am Ohr. Diese Gichtknoten an den Ohren sind ebenso schmerzlos wie die ersten Schäden an Knochen, die dann entstehen, wenn Harnsäureablagerungen gesundes Gewebe und Knochen verdrängen.

 

Erst wenn sich die Gelenke verschieben, kommt es zu sichtbaren Deformierungen, die bis hin zur Unbeweglichkeit des betroffenen Gelenkes führen können. Auf dem langen Weg bis zu dieser ausgeprägten Form von Gicht haben die Betroffenen von ihrem Körper viele Warnhinweise in Form von Schmerzen und deutlichen Symptomen erhalten und - ignoriert.

 

Die Folgen sind kaum reversibel und die Lebensqualität für immer eingeschränkt. Gicht gehört nicht zu den gesundheitlichen Problemen, mit denen man - wie mit einem amputierten Bein - leben muss. Sie ist behandelbar und der Therapieerfolg ist im wahrsten Sinn des Wortes für jedermann greifbar.

 

Da die Progression von Gicht zunächst schmerzfrei verläuft, besteht die Gefahr der Verdrängung. Der erste Gichtanfall und seine konsequente Behandlung stellt die Weichen für das ganze Leben!