Wie entstehen Fettstoffwechselstörungen?

 

Kein Mensch kann ohne Fette leben. Voraussetzung sind die richtigen Mengen und  die richtige Zusammensetzung der Fette. HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride werden im Stoffwechsel als wichtige Energielieferanten benötigt. Sie sind Teil der Nahrung, werden aber auch im menschlichen Organismus selbst produziert und auch abgebaut.

 

Doch mehr als die Hälfte der Menschen in der westlichen Welt tragen erhöhte Fettwerte im Blut. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Ursache ein ererbter genetischer Defekt, der immer dann zu hohen Blutfettwerten führen kann, wenn zu viel Fett aufgenommen wird. Doch so einfach wie das Messen und Ablesen der Werte erscheint, ist die Realität nicht.

 

 

Da Fett (Lipo) nicht wasserlöslich und schwerer als Wasser ist, würde es einfach im Blut sinken. Um im Blut transportiert werden zu können, binden sich die Fette deshalb an Eiweiß (Proteine). In diesem Prozess entstehen zwei verschiedene Lipoproteinfraktionen, deren Unterschied und Häufigkeit im Blut lebensentscheidend sein kann.

 

Das sogenannte schädliche Cholesterin LDL (Low Density Lipoproteins - Lipoprotein mit niedriger Dichte) bringt das Cholesterin an alle Zellen. Ein Überschuss an Cholesterin kann sich an den Gefäßinnenwänden ablagern und zur gefürchteten Arterienverkalkung führen. Mit zunehmender Verkalkung steigt dann das Risiko für gefährliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Schlaganfall oder Herzinfarkt. Der Wert dieses LDL-Cholesterin sollte bei gesunden Personen 130 mg/dl nicht überschreiten.

 

Das sogenannte nützliche Cholesterin HDL (High Density Lipoproteins- Lipoprotein mit hoher Dichte) dagegen bringt das Cholesterin in die Leber, wo es verarbeitet und abgebaut wird. HDL-Cholesterin wirkt auf diese Weise einer Arteriosklerose entgegen und wird deshalb mit gutem Grund als nützlich bezeichnet. Der Wert dieses HDL-Cholesterins sollte immer über 40 mg/dl liegen. Je höher der Wert liegt, desto besser.

 

Im täglichen Leben spürt niemand, ob er hohe oder niedrige Blutfettwerte in sich trägt. Wenn sich Folgeschäden zeigen gilt bis heute, dass diese nicht rückgängig gemacht werden können. Nur die regelmäßige Kontrolle beim Arzt schützt vor bösen Überraschungen!