Fettstoffwechselstörungen - bin ich gefährdet?

 

Die Frage, ob spezifische Personen mehr als andere gefährdet sind, an Fettstoffwechselstörungen bzw. deren lebensgefährlichen Folgen zu erkranken, hängt ausschließlich mit den Ursachen zu hoher Blutfettwerte zusammen.

 

Bei den meisten Patienten liegt ein ererbter Gendefekt vor, dessen negative Auswirkungen aber erst dann zum Tragen kommen, wenn sich die Betroffenen zusätzlich falsch ernähren. In weit weniger Fällen ist eine andere Krankheit oder eine spezifische Medikation die Ursache für erhöhte Cholesterin- oder Triglyceridwerte. Hierzu gehören insbesondere Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion, Lebererkrankungen oder die Einnahme der Pille, von Diuretika und Kortikosteroiden.

 

Die Frage der besonderen Gefährdung ist in den wenigsten Fällen mit der Existenz einer der genannten Krankheiten oder Medikationen zu beantworten. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen haben erhöhte Blutfettwerte und hiervon haben mehr als 80 % die Ursache ihrer Fettstoffwechselstörungen in einem falschen Lebens- und Ernährungsstil zu suchen.  

 

- Bewegungsmangel

- fettreiche Kost

- Übergewicht

 

sind Risikofaktoren, die heute so häufig anzutreffen sind, dass sie von vielen Betroffenen schon nicht mehr ernsthaft wahrgenommen werden. Hohe Blutfettwerte bleiben häufig jahrelang unerkannt und werden trotz angebotener kostenloser Vorsorgeuntersuchungen ab dem 35sten Lebensjahr sehr häufig erst dann diagnostiziert, wenn u.a. auch lebensgefährliche Spätfolgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen vor allem der Beine (Schaufensterkrankheit) eingetreten sind.

 

Werden alle diese Fakten zusammengefasst und wird dann nach dem wichtigsten Risikofaktor für erhöhte Blutfettwerte gefragt, ist dieser eindeutig da zu sehen, wo Personen ab 35 Jahren versäumen, ihre Blutfettwerte mindestens 1 x jährlich ärztlich kontrollieren zu lassen.