Fettstoffwechselstörungen: Gefahr erkannt - Gefahr gebannt

 

Kaum eine andere Krankheit ist so tückisch und in ihrem Ausmaß so gefährlich wie Fettstoffwechselstörungen. Erhöhte Blutfettwerte tun nicht weh, bereiten keine Beschwerden und sind doch die Vorläufer der häufigsten Todesursache in der westlichen Welt: Krankheiten des Herzens und der Gefäße. 

 

Hoher Blutdruck, Atherosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall und Gicht haben einen gemeinsamen Nenner: Sie alle können die Folge von anhaltend erhöhten Blutfettwerten sein.

 

 

Deshalb gilt ohne Einschränkungen: Je früher erkannt und behandelt, desto kleiner der Schaden.

 

Fett ist nicht nur ein lebenswichtiger Energielieferant. Fett schützt bestimmte Organe, hält den Körper warm und vor allem die ungesättigten Fettsäuren schützen die Haut vor dem Austrocknen.  Fettlösliche Vitamine können ohne die Hilfe von Fett vom Darm  nicht aufgenommen werden. All dies bedeutet, nicht Fett, sondern zu viel Fett ist das Problem, mit dem so viele Menschen kämpfen.

 

Etwa jeder zweite Erwachsene in Deutschland hat einen erhöhten Cholesterin - oder Triglyceridgehalt im Blut. Nicht immer ist eine zu hohe Fettaufnahme die Ursache der Störungen, in etwa 10 % der Fälle liegt ein ererbter Fettstoffwechseldefekt zugrunde.

 

Werden die erhöhten Werte nicht reduziert, lagert sich vor allem Cholesterin in den Gefäßen ab, die dadurch immer enger werden. Das Blut kann nur noch erschwert durchfließen. Es entwickelt sich eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Lebenswichtige Organe wie z. B. das Herz und das Gehirn werden unzureichend durchblutet und damit nur noch ungenügend mit Sauerstoff versorgt. Durch die Bildung von Blutgerinnseln kann es zu einem Verschluss der Gefäße kommen. Die Folgen sind Herzinfarkt oder Schlaganfall. Neue Studien zeigen auch einen Zusammenhang zwischen fettreicher Kost und der Häufigkeit bestimmter Krebsarten wie z.B. Bauchspeicheldrüsen- ,Brust- und Darmkrebs.

 

Erhöhte Fettwerte sind nicht spürbar, bevor gefährliche Folgeerkrankungen eingetreten sind - es gibt nur einen sicheren Schutz vor den lebensgefährlichen Folgen: Regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen ab dem 35sten Lebensjahr.