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Muskuläre Verspannung und Hexenschuss

Schmerz wird von jeder Person anders empfunden - und doch ist es notwendig, die Stärke eines Schmerzes beurteilen zu können. Ohne entsprechende Parameter wäre es unter anderem z.B. nicht möglich, die Wirkung von Schmerzlinderung zu messen.


Zu den subjektiven Parametern der Schmerzmessung gehören seit langem z.B. Skalen von 1 bis 10, wobei 10 den stärksten Schmerz beschreibt. Objektiv kann Schmerz seit einigen paar Jahren anhand der Menge bestimmter Enzyme gemessen werden, die stressbedingt im Speichel gefunden werden. Zu den wenigen Ausnahmen bei denen beide Methoden zum gleichen Ergebnis - 10 auf der Skala und höchstes Enzymlevel - kommen, gehören der akute Gichtanfall  und der Hexenschuss.


Auch wenn die Ursache völlig unterschiedlich ist, haben beide Situationen wesentliche Gemeinsamkeiten. Erstens sind die Schmerzen plötzlich und überraschend aufgetreten und zweitens sind sie zwar in den Regionen entstanden, in denen sie gespürt werden - doch erst das Gehirn verwandelt Signale aus der Region in Schmerz und gibt so dem Immunsystem die Botschaft, dass in der betreffenden Region des Körpers etwas nicht in Ordnung ist und gehandelt werden muss. Doch anders als bei Gicht mit Uratkristallen im Gelenk bekämpft das Immunsystem beim Hexenschuss keine physisch vorhandenen Fremdkörper, sondern eine psychisch rotierende Stresssituation.


Was war geschehen? Verspannte, harte Muskulatur reizt in der Region liegende Nerven, sensorische Rezeptoren nehmen die Information auf, tragen sie zum Gehirn und der Schaltkreis ist geschlossen: HEXENSCHUSSS. Sofort mit dem Beginn der Verkrampfung hat sich ein Teufelskreis in Bewegung gesetzt, in der die Psyche den Schmerz steuert. Die plötzliche Verkrampfung hat einen Schmerz ausgelöst, der durch Entspannung der Muskeln gelöst werden soll. Doch die Schmerzsignale bewirken exakt das Gegenteil - sie erhöhen den Stress.


Grundsätzlich könnten in dieser Situation drei relevante Methoden helfen:
-  Angstlösende Medikation oder Methoden - doch diese wirken bei akutem Schmerz viel zu langsam.
-  Krampflösende Medikation - hat aber Nebenwirkungen, die - wann immer möglich - besser vermieden werden.
-  Capsaicin - ein ungefährlicher Trick der Natur, den beschriebenen Teufelskreis zu unterbrechen.


Capsaicin ist ein Wirkstoff, der aus dem Cayennepfeffer gewonnen und auf die Haut aufgetragen wird. Hier löst Capsaicin Schmerz in Form von Hitze/Brennen aus, der erstens dazu führt, dass dieser neue Schmerz von den nahe liegenden Rezeptoren aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet wird und zweitens an den Nervenenden in der Region des schon vorher bestehenden Schmerzes die Freisetzung der sogenannten Substanz P geblockt wird, welche für die Übertragung der Schmerzsignale verantwortlich ist. Das Gehirn wird sozusagen “ausgetrickst”.

Der neue Schmerz wird erkannt und überspielt den alten Schmerz. Wenn der neue, brennende Schmerz nachlässt, ist die Angst vor dem alten Schmerz verschwunden - der Teufelskreis durchbrochen.

Capsaicin gehört in der täglichen Praxis schon seit Jahrzehnten zu den verlässlichen Therapeutika zur Behandlung von Schmerzen, die mit dem Muskel- und Skelettsystem verbunden sind. Doch seid Capsaicinpräparate - wie z.B. auch Aspirin - nur noch in wenigen Ausnahmen von den Kassen erstattet, sondern fast immer selbst bezahlt werden müssen, entfällt beim Kauf in der Regel der ärztliche Rat. Dieser Rat entscheidet aber oft über den Therapieerfolg, denn erstens sind nicht alle Capsaicinpräparate gleich und zweitens gilt auch hier, dass die teuersten Versionen nicht unbedingt die besten sein müssen.

Grundsätzlich gilt, dass Capsaicin Creme sehr viel variabler eingesetzt werden kann als Capsaicinpflaster, die nicht in allen Körperregionen gut haften. Zudem hat Thermo-Bürger Capsaicin Creme in der ärztlichen Verordnung und Empfehlung einen besonderen Stellenwert, weil sowohl die Konzentration, als auch die Konsistenz eine entscheidene Rolle bei der Wirkung spielen.
Je höher die Konzentration und je fester die Creme, desto wirksamer wird diese bei der Anwendung. Der Grund: je niedriger der Gehalt an Capsaicin und je dünner die Creme, desto oberflächlicher bleibt die Wirkung. Je höher die Konzentration und je fester die Creme, desto stärker kommt der zusätzliche Massageeffekt zum tragen, der mehr Wirkstoff in tiefere Regionen forciert.  
Thermo® Bürger Creme, Wirkstoff: Cayennepfeffer-Dickextrakt Anwendungsgebiete: Mittel zur äußeren Behandlung von Muskelschmerzen. Es wird bei schmerzhaftem Muskelhartspann (Muskelverspannung) im Schulter-Arm-Bereich sowie im Bereich der Wirbelsäule angewendet. Gegenanzeigen: Keine Anwendung auf geschädigter Haut. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Ihren Arzt oder Apotheker.
 

Thermo® Bürger Creme Pflichtangaben nach § 4 Heilmittelwerbegesetz